Mono- und Verbundfolien für Verpackungen

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Kunststoffverpackungen bestehen heute fast ausschließlich aus Verbundfolien, die sich nur schlecht bis gar nicht recyclen lassen. Seitens der Gesetzgebung ist man daher bestrebt, dass Materialien und Materialkombinationen für Verpackungen verwendet werden, die sich zu einem möglichst hohen Prozentsatz recyceln lassen.

Kunststoffverpackungen bestehen heute fast ausschließlich aus Verbundfolien, die sich nur schlecht bis gar nicht recyclen lassen. Seitens der Gesetzgebung ist man daher bestrebt, dass Materialien und Materialkombinationen für Verpackungen verwendet werden, die sich zu einem möglichst hohen Prozentsatz recyceln lassen.

Universelle Verwendung und einfache Handhabung kennzeichnen Verpackungen aus Kunststofffolien aus. Folienverpackungen sind nicht nur sehr reißfähig und bieten daher einen optimalen Schutz, sondern sind auch noch sehr leicht. Bei der Herstellung flexibler Kunststoffverpackungen verwendet man heute fast ausschließlich Folien, die aus mehreren Lagen bestehen, sog. Verbundfolien - auch Multilayer-Folien genannt, um die gewünschten Verpackungseigenschaften zu erreichen. Diese sind jedoch nur schwer bis nicht zu recyceln und seitens der Gesetzgebung wird daher eine Vereinfachung von Verpackungskonzepten hin zu Monofolien angestrebt.

Monofolien bestehen aus nur einem Material und sind relativ dünn. Verbundfolien setzen sich aus mehreren Folienschichten zusammen, die jeweils aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Durch den Aufbau dieser Verbundfolien lassen sich die verschiedenen Eigenschaften der einzelnen Folien zu einem Eigenschaftsprofil kombinieren, das optimal auf die jeweilige Verpackungsanwendung abgestimmt ist wie:

  • Sehr gute Barriereeigenschaften z.B. Schutz vor Sauerstoff, CO2 oder Luftfeuchtigkeit
  • UV- oder Lichtschutz
  • Hohe Reiß- -und Durchstoßfestigkeit
  • Ästhetische Effekte wie Glanzoberfläche oder Bedruckbarkeit
  • Akustische Effekte wie Knistern.

Der Nachteil von Verbundfolien liegt darin, dass sie auf Grund ihrer Dichte in den Sortierverfahren der Recyclinganlagen nicht einem bestimmten Kunststoff-Materialstrom zugeordnet werden können. Mit Ausnahme von PE-/PP-EVOH-Verbundmaterialien werden sie damit als nicht recyclingfähig eingestuft.[1] Mehrlagige Folien mit einer Dichte größer 1 g/cm³ lassen sich in den Sortierverfahren der Recyclinganlagen nicht einem bestimmten Kunststoffstrom zu ordnen und landen daher in der Fraktion, die einer energetischen Verwertung zugeführt wird. Auch lassen sich die einzelnen Folienlagen der Verbundverpackungen nicht voneinander trennen. Das Recycling solcher Folienverbunde ist durch ein chemisches Löseverfahren möglich[2]. Das Verfahren ist aber noch in der industriellen Erprobungsphase.

Um die Recyclingquoten von Kunststoffverpackungen zu steigern, streben sowohl die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) wie auch die Entsorger eine Vereinfachung der Verpackungskonzepte hin zu Monofolien an.

Die Umstellung von Materialspezifikationen muss für jedes Produkt einzeln nachvollzogen werden. Derzeit sind dazu nur wenige Daten vorhanden, die allgemeine Aussagen für bestimmte Produktkategorien erlauben. Forschungsprojekte sollen hier Unternehmen eine verbesserte Datenbasis liefern.

  • Verkürzung des Mindesthaltbarkeitsdatum mit Folgen für die Gestaltung der Logistikkette und die Regalstrategien im Handel sowie das Einkaufsverhalten des Verbrauchers
  • Veränderung der Packstoffdicke, um die notwendige Barrierewirkung bei Monomaterialien zu erreichen
  • Veränderte Maschinengängigkeit von Verpackungsfolien im Bahnlauf-, Reib-, Siegel- Schneid- und Thermoformverhalten und eventuell notwendige Anpassungen im Prozessfenster bei der Verarbeitung veränderter Folienqualitäten.

 

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