Verordnung (EG) Nr. 450/2009 für aktive und intelligente Verpackungsmaterialien

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Aktive und intelligente Verpackungen tragen dazu bei, Lebensmittelverluste zu verringern. Sie informieren, ob die Kühlkette eingehalten wurde und geben auch Auskunft über den Qualitätszustand des Produktes. In der Verordnung (EG) Nr. 450/2009 vom 29. Mai 2009, legt die EU-Kommission fest, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um aktive und intelligente Materialien und Gegenstände in den Markt zu bringen.

Aktive und intelligente Verpackungen tragen dazu bei, Lebensmittelverluste zu verringern. Sie informieren, ob die Kühlkette eingehalten wurde und geben auch Auskunft über den Qualitätszustand des Produktes. In der Verordnung (EG) Nr. 450/2009 vom 29. Mai 2009, legt die EU-Kommission fest, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um aktive und intelligente Materialien und Gegenstände in den Markt zu bringen.

 

Begriffsbestimmung

Aktive Materialien und Gegenstände verlängern die Haltbarkeit eines verpackten Lebensmittels oder erhalten bzw. verbessern dessen Zustand. Sie enthalten gezielt Bestandteile, die Stoffe an das verpackte Lebensmittel oder die Umwelt des Lebensmittels abgeben oder diesen entziehen können.

Intelligente Materialien und Gegenstände überwachen den Zustand eines verpackten Lebensmittels oder die das Lebensmittel umgebende Umwelt.

 

Die Richtlinie Nr. 450/2009[1]

Sie legt fest, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um aktive und intelligente Materialien und Gegenstände in den Markt zu bringen. Das umfasst eine Gemeinschaftsliste, die alle Spezifikationen der Stoffe enthält, die bei aktiven und intelligenten Materialien eingesetzt werden dürfen. Weiterhin werden auch Bedingungen für den Einsatz von Materialien festgelegt, die nicht in der Gemeinschaftsliste aufgenommen sind.

 

Damit werden Maßnahmen abgedeckt, wie

  • Absorption von Substanzen aus dem Inneren der Verpackung wie Flüssigkeit oder Sauerstoff
  • Abgabe von Substanzen in das Lebensmittel wie Konservierungsmittel
  • Anzeige des Ablaufdatums von Lebensmitteln durch Farbveränderungen des Etiketts, wenn die maximale Lagerdauer oder die Lagertemperatur überschritten werden.

 

Was bedeutet das für die Kunststoff- und Verpackungsindustrie?

Aufnahme in die Gemeinschaftsliste

Hersteller, die aktive oder intelligente Materialien in die Verpackungen integrieren möchten, müssen für diese Verpackungsbestandteile eine Sicherheitsbewertung bei der European Food Safety Authority (EFSA) durchführen lassen. Die Leitlinien für eine Sicherheitsbewertung und die notwendigen Dokumente sind bei der EFSA abrufbar[2].

Ein Register[3] zeigt gültige Anträge zur Genehmigung von aktiven oder intelligenten Materialien auf und stellt dar, welche Anträge bei der EFSA vorliegen und nennt die dort genannten Substanzen.

Auf der EFSA Seite „Active and intelligent Packaging“[4] sind Sicherheitsbewertungen von Wirkstoffen zur Verwendung in aktiven Lebensmitteln Kontaktmaterialien zu finden.

 

Verfahren außerhalb der Gemeinschaftsliste

Freigesetzte aktive Stoffe müssen den Anforderungen des Lebensmittelrechts der Mitgliedsstaaten und den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 entsprechen.

Die Migration von Stoffen, die vom Lebensmittel durch eine funktionelle Barriere getrennt sind, dürfen einen Migrationsgrenzwert von 0,01 mg/kg[5] nicht überschreiten. Sie dürfen nicht mutagen, karzinogen oder reproduktionstoxisch sein.

Stoffe, die gezielt in Partikelgröße hergestellt wurden und deren funktionelle physikalische und chemische Eigenschaften sich nicht von den Eigenschaften unterscheiden, die sie bei größerer Struktur aufweisen.

 

Hinweis:

Der Inhalt dieses Artikels wurde sorgfältig recherchiert und zusammengestellt, ersetzt aber nicht die Rechtsberatung im Einzelfall und die Lektüre der jeweiligen Gesetztestexte. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie für zwischenzeitliche Änderungen wird keine Gewähr übernommen.

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