Vielfalt in Funktion: Die Aufgaben einer Verpackung

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Die Verpackung ist einer der wichtigsten Schlüssel, Lebensmittel vor dem vorzeitigen Verderb zu schützen und Menschen weltweit mit qualitativ einwandfreien Nahrungsmitteln zu versorgen – ob in Industrie-, Schwellen- oder Entwicklungsländern.

Die Aufgaben einer Verpackung

Die Verpackung ist einer der wichtigsten Schlüssel, Lebensmittel vor dem vorzeitigen Verderb zu schützen und Menschen weltweit mit qualitativ einwandfreien Nahrungsmitteln zu versorgen – ob in Industrie-, Schwellen- oder Entwicklungsländern. 

Zu den wichtigsten Aufgaben einer Verpackung zählt der Schutz des Produktes. Verpackungen bewahren Lebensmittel nicht nur vor äußeren Beeinträchtigungen durch Feuchtigkeit, Licht, Chemikalien, Staub und Mikroorganismen – sie verhindern auch den Verlust von Aroma und Feuchtigkeit. Sie sorgen für eine längere Haltbarkeit und helfen, wichtige Ressourcen zu schonen. Doch moderne Verpackungen können noch viel mehr: Sie schützen Waren vor Manipulationen, erschweren den Ladendiebstahl, dienen als Transport- und Aufbewahrungsbehältnis und ermöglichen einen wirtschaftlichen Warentransport sowie einen effizienteren Betriebsablauf im Handel.

Viele Nahrungsmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder geringfügig überschritten ist, landen im Müll. Bei entsprechend kühler Lagerung sind sie jedoch weit über dieses Datum hinaus genießbar, denn das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum. Dieses Missverständnis führt weltweit zu einer unnötigen Verschwendung von Ressourcen. Intelligente Verpackungen können hier helfen, diese Verschwendung von Lebensmitteln zu verhindern. Verpackungen mit Zeit-Temperatur-Indikatoren beispielsweise zeigen exakt den Frischegrad des Produktes und mögliche Unterbrechungen der Kühlkette an. So erkennen Verbraucher sofort, ob das Produkt noch für den Verzehr geeignet ist oder nicht. Weitere Möglichkeiten sind aktive, z.B. Sauerstoff absorbierende Verpackungen. Sie verlängern die Haltbarkeit und Qualität von Nahrungsmitteln wie Gemüse, Fisch oder Fleisch. Auf Foliensubstrate aufgedruckte Funketiketten oder RFID-Tags sind eine weitere innovative Möglichkeit, Produkte und Verpackungen nachhaltig zu schützen – „Smart Packaging“ ist das Stichwort. Mit ihrem Funk-Chip liefert die Verpackung aber nicht nur Informationen über Preis und Haltbarkeit, sondern auch, ob sie noch originalverschlossen ist. Smarte Verpackungslösungen sorgen also für mehr Lebensmittelsicherheit.

Verpackung ist Werterhaltung. Mit jedem Herstellungsschritt innerhalb einer Wertschöpfungskette steigt der Wert von Produkten aufgrund der dazu aufgewendeten Ressourcen in Form von Arbeit, Energie, Wasser usw.

 

Energiebilanz verpackter Produkte

  • 75 Prozent – Herstellung
  • 20 Prozent – Transport und Lagerung
  • 5 Prozent – Verpackung

Bis schmackhafter Käse auf dem Teller des Verbrauchers landet, braucht man für die Produktion vom Feld über die Kuh bis zum Verbraucher viel Energie und Wasser – virtuelles Wasser. Eine Tonne Käse enthält allein 5 Mio. Liter davon. Soviel wie zwei olympische Schwimmbecken. Dass diese in das Produkt gesteckten Werte nicht durch vorzeitigen Verderb verloren gehen und der Käse in bester Qualität zum Verbraucher gelangt – dafür sorgt die Verpackung. Verpackung bietet maximalen Schutz bei minimalem Ressourcenaufwand.

Immer mehr Verpackungen haben ein zweites Leben. PET ist nicht nur in der Getränkeindustrie das wichtigste Verpackungsmaterial, sondern zunehmend auch in der Lebensmittelindustrie. Es lässt sich sehr gut recyclen und zu neuen rPET-Flaschen verarbeiten. PET ist zudem auch ein willkommener Sekundärrohstoff für die Textilindustrie: So werden z. B. 25 PET-Flaschen in ihrem zweiten Leben eine warme Fleecejacke. Diese Mehrfachnutzung ist effizient und ressourcenschonend. So lassen sich aus den meisten thermoplastischen Kunststoffverpackungen wieder neue Verpackungen herstellen. An den in der öffentlichen Diskussion immer wieder thematisiertem Problem der Umweltbelastung durch Kunststoffabfälle, beispielsweise die riesigen Kunststoffteppiche in den Weltmeeren, ist nicht die Verpackung an sich schuld, sondern der Mensch selbst. Er ist es, der die Umwelt belastet, indem er diese Stoffe nicht einem geordneten Recycling zuführt.

 

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