Verpackungen sind kein Müll - Müll wird von Menschen verursacht

VDMA

Achtlos entsorgte Verpackungen verschmutzen Meere und Landschaften. Ob in den Industrieländern, in aufstrebenden Volkswirtschaften oder Entwicklungsländern – wir alle kennen die Bilder von Umweltverschmutzungen und wissen, der Handlungsbedarf ist hoch. Jeder Einzelne trägt Verantwortung.

Achtlos entsorgte Verpackungen verschmutzen Meere und Landschaften. Ob in den Industrieländern, in aufstrebenden Volkswirtschaften oder Entwicklungsländern – wir alle kennen die Bilder von Umweltverschmutzungen und wissen, der Handlungsbedarf ist hoch. Jeder Einzelne trägt Verantwortung.

Wie mit Verpackungen und Wertstoffen umgegangen wird, muss sich in Zukunft deutlich ändern: weg vom reinen Ressourcenkonsum hin zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Darüber herrscht über geografische und politische Grenzen hinweg Einigkeit. Für einen Veränderungsprozess braucht es klare Ziele, Verantwortungsbereitschaft und den Willen, sich sachlich mit den Themen rund um Verpackungen auseinander zu setzen.

Aktuell wird die Diskussion sehr emotional geführt. Verpackungen werden nur noch als Müll dargestellt und das Thema ist in der Politik- und Medienwelt sehr präsent.

Durch die öffentliche Diskussion, das tatsächliche weltweite Plastikmüllaufkommen und den daraus folgenden Gesetzesinitiativen werden Impulse für die Zukunft gesetzt. Allein die EU Kunststoff-Strategie beinhaltet eine Vielzahl von Maßnahmen, die in den kommenden Jahren mit konkreten Zielen in den einzelnen Ländern umgesetzt werden müssen. Reduktion von Verpackungen generell, höhere Recyclingquoten und neue Vorgaben für Verpackungsdesigns spielen dabei eine Rolle. Auch in vielen Ländern außerhalb Europas ist die Diskussion um Nachhaltigkeit und Plastikmüll sehr präsent.

Veränderung ist richtig und bietet viele Chancen für neue Ideen und Innovationen. Ein sachlicher, Fakten basierter Umgang mit dem Thema Verpackung und Nachhaltigkeit sowie ein ganzheitlicher Blick sind jedoch notwendige Voraussetzungen, um zu bestmöglichen, d.h. wirklich nachhaltigen Ergebnissen zu kommen.

Viele Produkte des täglichen Lebens, das gilt besonders für Lebensmittel und Getränke, Medikamente und andere schützenswerte Konsumgüter, sind ohne Verpackung nicht denkbar. Verpackungen schützen das Produkt vor Verderb oder Kontamination, erhöhen die Haltbarkeit, leisten einen Beitrag zur sicheren Versorgung der stetig wachsenden Bevölkerung, machen Güter transportfähig und Medikamente sicher.

In diesem Kontext kommt den Kunststoffverpackungen eine starke Bedeutung zu, da die Materialeigenschaften von Kunststoffen diese Verpackungsart zum flexiblen Alleskönner machen. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass 60 Prozent aller Verpackungen für Nahrungsmittel, Getränke, Kosmetik- und Köperpflegeprodukte, Haushaltprodukte und Tiernahrung aus Kunststoff sind*.

Die aktuellen Diskussionen um Verpackungen fokussieren besonders stark auf Kunststoffverpackungen, da sie Rohstoff intensiv in der Herstellung und nicht natürlich abbaubar sind. Materialeinsparung, optimale Recyclingprozesse und Wertstoffverwertung sind Lösungsansätze, die das Problem deutlich entschärfen.

Und hier setzt die Initiative pack4sustainability an: Die Hersteller von Verpackungsmaschinen leisten mit ihren Technologien bereits heute einen vielfältigen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Der Verpackungsmaschinenbau ist darauf ausgerichtet, innovative Lösungen zu entwickeln, bei denen vor allem die Faktoren Wirtschaftlichkeit und Produktschutz im Vordergrund standen. Das Thema Ressourceneffizienz/Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen und wurde im Kontext von Material- und Energieeinsparung in die Entwicklungen integriert. Der Dreiklang lautet entsprechend: Wirtschaftlichkeit, Produktschutz, Nachhaltigkeit.

Ohne Verpackung würden viele Lebensmittel überhaupt nicht für den Verzehr genutzt werden können, sie kämen gar nicht erst beim Verbraucher an. Ohne innovative Verpackungen wäre zudem die Haltbarkeit vieler Produkte deutlich eingeschränkt. Das führt zu weiteren Verlusten, die sich in der Gesamtökobilanz oft deutlich schlechter auswirken, als die Verpackung selbst. Auch die Versorgung der Menschen mit sicheren Lebensmitteln wäre schlicht nicht möglich.

Leichte und materialeinsparende Verpackungen – so viel wie nötig, so wenig wie möglich - zahlen auf das Konto Nachhaltigkeit.

Allgemein gesprochen geht es um Ressourceneffizienz und nachhaltige Produktion – Themen, die im Rahmen der VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence bereits vor 10 Jahren aufgegriffen wurden. Über dieses Zielbild weiter hinaus geht Circular Economy - die zukünftige Kreislaufwirtschaft. Sie bezieht sich auf die gesamte Wertschöpfungskette, auch bei den Maschinenbauprodukten selbst.

Der Maschinebau ist mit seinen Produkten ein wichtiger Enabler für nachhaltige Produktionsprozesse. Viele Unternehmen haben Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit in allen Facetten schon längst zu einem wichtigen Leitthema ihrer Innovationen gemacht. Beispiele dafür finden Sie auf dieser Website.

Mit der Initiative pack4sustainability möchte der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion um Kunststoffverpackungen leisten. Dazu haben wir für Sie auf unserer Webseite Daten und Fakten sowie Hintergrundinformationen zu allen Facetten von Nachhaltigkeit und Verpackung aufbereitet und zu einem Wissensportal zusammengefasst. Ob Circular Economy, Gesetze und Verordnungen oder Praxisbeispiele aus den Unternehmen des Verpackungsmaschinenbaus: Interessierte finden hier alle relevanten Informationen.

Mit unseren aufbereiteten Informationen möchten wir vor allem auch unsere Mitgliedsunternehmen unterstützen, die komplexe Thematik unternehmensspezifisch zu bearbeiten. Wir bitten um Verständnis, dass einige Inhalte ausschließlich VDMA Mitgliedern vorbehalten sind.

 

*Quelle: Euromonitor International

 

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