Kunststoff - Wann er sinnvoll ist

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Transportkapazitäten optimal nutzen: Allein das Gewicht macht klar, dass Kunststoff gegenüber anderen Packstoffen Vorteile bietet. Ganz deutlich zeigt sich das bei Getränken.

Transportkapazitäten optimal nutzen

Allein das Gewicht macht klar, dass Kunststoff gegenüber anderen Packstoffen Vorteile bietet. Ganz deutlich zeigt sich das bei Getränken: Die leichte Kunststoffflasche mit einem Volumen von 1,5 Litern wiegt leer mit Etikett und Verschluss etwa 33 Gramm. Eine Einweg-Glasflasche hingegen mit einem Volumen von 1 Liter liegt bei etwa 400 Gramm. [1]

Ein anderes Beispiel: Jogurt ist auf dem Markt in verschiedenen Verpackungsvarianten präsent, beispielsweise als Mehrweg-Glas oder Polystyrol-Becher mit Kartonumschlag. Für eine Menge von 500 ml Jogurt kommt die Verpackung bei der Glasvariante auf ein Gewicht von ca. 230 Gramm, während der Polystyrol-Becher inklusive Aluminium-Deckel auf 15 Gramm kommt. [2]

Insbesondere beim Transport vom Hersteller zum Handel wiegt dieser Unterschied schwer: Je nach Nutzlast des Lkws kann beim Einsatz von Kunststoffverpackungen mehr Produkt an den Handel geliefert werden. Die Anzahl der Transporte ist damit geringer als bei der gleichen Produktmenge in Glasverpackungen.

 

Einige Fakten

  • Jeder Lkw-Kilometer, der eingespart wird, trägt zur Verbesserung der Klimabilanz bei: Ein Lkw stößt beispielsweise 103 Gramm CO2 pro Tonnenkilometer [3] aus. Die Fahrleistung für eine Glas-Mehrwegflasche 0,7 Liter (GDB) liegt bei rund 25 Kilometern pro 1.000 Liter Füllgut, während eine PET-Einwegflasche bei knapp 16 Kilometern liegt. [4]
  • Auch beim Transport wird ein Umweltnutzen erreicht, wenn Produktabfall durch den Einsatz von Kunststoffverpackungen für Lebensmittel verringert wird. Bei verpacktem Käse wird zwar weniger Käse im Lkw transportiert (im Vergleich zum Transport von Käselaibern), doch durch die verringerte Menge an Käseabfall wird der höhere Transportaufwand bei der Betrachtung der CO2-Emisionen um das 2,5-fache ausgeglichen. [5]

 

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[1] Ifeu-Institut: https://www.ifeu.de/projekt/pruefung-und-aktualisierung-der-oekobilanzen-fuer-getraenkeverpackungen/

[4] Ifeu-Institut: PET Ökobilanz 2010, Ökobilanzielle Untersuchung verschiedener Verpackungssysteme für kohlensäurehaltige Mineralwässer und Erfrischungsgetränke sowie stille Mineralwässer im Auftrag der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

[5] Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung/denkstatt: Nutzen von Verpackungen: "Verpackungen nutzen – auch in ökologischer Hinsicht" im Auftrag der AGVU Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt e.V.

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